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VIZE

Innerhalb von drei Jahren hat das EDM-Duo VIZE („Vi“ für Vitali und „Ze“ für Zes- tovskih) in Deutschland und ganz Europa beispiellose Erfolge gefeiert: Mehr als 1,5 Milliarden Streams und 1,3 Millionen verkaufte Tonträger, mehr als 20 Gold- und Pla- tinauszeichnungen in acht Ländern, außerdem über 40 veröffentlichte Singles und Remixe für und mit Felix Jaehn, Sam Feldt, Afrojack, Leony, Dimitri Vegas & Like Mike, Papa Roach, Capital Bra, Mark Forster, Alan Walker und Tokio Hotel gehen auf das Konto von VIZE. Mit Gigs, Shows und Festivalauftritten in Asien, UK und ganz Europa hat sich das Duo, bestehend aus Vitali Zestovskih und Johannes Vimala- vong, zudem binnen kürzester Zeit ebenfalls als Touring-Act einen Namen aufgebaut.

„Musik hat mich in meiner Kindheit eigentlich nicht interessiert“, sagt Vitali Zestovs- kih, der Produzent hinter VIZE. Vitali wird 1984 in Sauralny in Russland geboren. Seine Mama ist Chorleiterin in seinem Kindergarten, studiert Musik, spielt Klavier und Gitarre, und wird wenig später auch Musiklehrerin an der Schule, die ihr Sohn be- sucht – aber der hat Besseres zu tun. Das ändert sich schlagartig, als Vitali mit 11 Jahren zum ersten Mal einen Auftritt der dorfeigenen Band sieht. „Vor allem der Gi- tarrist hat sehr viel Aufsehen erregt“, erinnert sich Vitali. „In Russland war es so, dass eigentlich in jedem Haushalt eine Gitarre herumlag – und wer die spielen konnte, war der Chef. Das wollte ich auch sein.“ Als sein Großcousin von der Armee zurückkehrt, bringt er ihm erste Akkorde auf der Gitarre bei.

1998 zieht Vitali mit seiner Familie nach Deutschland. Genauer: Mecklenburg-Vor- pommern. Noch genauer: Wismar. Vitali spricht kein Wort Deutsch, aber Tanzen kann er trotzdem. Also zieht es ihn immer öfter in die Disco. „Noch viel mehr als von der Disco selbst war ich vom DJ fasziniert“, erinnert sich Vitali. „Der Typ stand an seinem Pult, hatte die Macht und jeder wollte Kontakt mit ihm aufnehmen.“ Vitali be- ginnt, sich fürs Auflegen zu interessieren: Für die Technik, das Mixen und die Über- gänge. „Aber um selbst aktiv zu werden, fehlte uns das Geld. Irgendwann haben mein Bruder und ich auf dem örtlichen Schrottplatz ein Doppelkassettendeck mit Plattenspieler entdeckt. Zuhause hat mein Vater es repariert, dann haben wir ange- fangen, aus dem Radio aufgenommene Mixe ineinander zu mischen. Das Gerät war überhaupt nicht dafür gemacht, aber irgendwann hatten wir unsere eigene Technik raus und konnten erste Übergänge zaubern.“

Während Vitalis Freunde die anschließenden Sommerferien am Strand verbringen, sucht er sich einen Job bei einer Abrissbaufirma in Wismar und schleppt die nächs- ten sechs Wochen Steine. Das Geld reicht gerade so für das schlechteste DJ-Set und genau drei Schallplatten. Vitali und sein Bruder fertigen im hauseigenen Keller von da an monatlich neue DJ-Mixe an und verkaufen sie erst unter der Hand, dann im örtlichen Solarium und stecken das verdiente Geld gleich wieder in neue Platten.

Aber Vitali will raus aus dem Keller und stattdessen rein in die Discotheken und DJ sein. Er wird Plattenträger eines Resident-DJs in Wismar und springt auch schon mal für ein paar Übergänge ein. Aber vor allem kommt er rum, lernt Leute kennen und ergattert so seinen ersten eigenen Job als Resident in der Ziegelei, einem der größ- ten Clubs Norddeutschlands, wo er von da an jeden Samstagabend auflegt. Parallel dazu produziert Vitali erste Intros, Mash-Ups und auch Songs, um seine Sets aufzu- werten. Wenig später werden daraus erste Achtungserfolge und dann sogar ein gro- ßer regionaler Hit. Aber Vitali fehlt das kreative Umfeld. Außerdem wird das Geld im-

mer knapper. Er beschließt, an die Universität zu gehen, hält sich mit Nebenjobs über Wasser und beginnt schließlich als Schadensregulierer bei einem Versiche- rungsmakler zu arbeiten. Aber nachdem sich ein paar seiner Edits herumsprechen, beschließt Vitali, es noch ein letztes Mal zu versuchen. Er zieht nach Berlin und avanciert binnen kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Produzenten und Remixer der Stadt. So arbeitete er frühzeitig mit u.a. Gestört aber GeiL, Michelle, LEA, Jakub Ondra, Helene Fischer, Alligatoah, Backstreet Boys, Elif und Adel Tawil zusammen – und lernt Johannes Vimalavong kennen.

Der wird seines Zeichens Anfang der 90er Jahre in Thüringen als Sohn eines Lao und einer Deutschen geboren. Johannes wächst in Küllstedt, nähe Erfurt, auf. Weil dort nicht viel geht, sorgt er selbst dafür. Schon mit 15 gründet er mit Freunden die Partyreihe „Fettes Geknartze“ als Gegengewicht zu Kirmes und Schützenfesten und bucht bereits während seiner Schulzeit Größen wie Robin Schulz, Gestört aber GeiL und Sascha Braemer in die Gegend und veranstaltet mehrtägige Parties mit bis zu fünf Floors, bei denen er immer öfter auch selbst auflegt. Erst mit Platten, die er sich durch Nebenjobs finanziert, wöchentlich nach Hause liefern lässt, dann als einer der ersten mit CDJs.

Nachdem Abitur zieht Vimavalong nach Göttingen, wo er unter der Woche General Management studiert und an den Wochenenden im Rahmen seiner Resident-Slots auflegt. 2013 wird er im Internet zum ersten Mal auf einen Song von Vitali aufmerk- sam – und schreibt ihm sofort eine Nachricht und die beiden bleiben in Kontakt, tau- schen sich über Musik und Produktionen aus. Unter seinem Nachnamen Vimavalong veröffentlicht Johannes Remixe für Dua Lipa und Wincent Weiss mit Radiorotation und connected Vitali immer wieder mit Künstler*innen für dessen Projekte.

2018 ist Laniia im Studio und leiht ihre Stimme dem Song „Glad You Came“, ein Re- make vom gleichnamigen Hit von The Wanted aus dem Jahr 2011, das Vitali unter dem Namen VIZE veröffentlichte. Vorerst ein gesichtloses Projekt, für das man Vitalis Initialen verwendet.

Ein halbes Jahr tut sich gar nichts, dann steht der Song mit einem Mal bei mehreren Millionen Klicks und holt Gold – genau wie die nächsten Singles „Stars“ und auch „Close Your Eyes“ mit Felix Jaehn und Miss Li. Im Oktober 2019, anderthalb Jahre nach Gründung, tritt Johannes Vimalavong VIZE offiziell bei. Er übernimmt primär den DJ-Part und bringt als eine Hälfte von VIZE den Sound auf die Bühne, während Vitali weiter an neuen Songs arbeitet. Spätestens mit dem Nummer-1-Hit „Baby“ mit dem deutschen Rapper Joker Bra, aber auch „Never Let Me Down“ mit Tom Gregory, sind VIZE in aller Munde und denken das von ihnen selbst kreierte Genre Slap Hou- se immer wieder neu.

Aber wie kam es überhaupt zu dem Genre? „Wir waren auf dem Weg zu einem Fes- tival und haben im Auto mit unserem Manager neue Songs gehört“, erinnert sich Vi- tali. „Der Bass hat so geknallt, dass er spontan meinte: ‚Das klingt doch wie Slap House!‘ Kurz darauf wurden wir bei dem Festival immer wieder auf das Genre ange- sprochen. Der Rest ist Geschichte.“ Der Signature Sound von VIZE spricht sich rum. Auch, weil Vitali und Johannes es von Anfang an verstehen, ihre Synergien perfekt zu nutzen. Während Johannes für die DJ-Sets und Shows des Duos von Tokio bis Miami um die halbe Welt reist, produziert Vitali in einer atemberaubenden Taktzahl neue Songs und Remixe, die fast wöchentlich die Airplay-Charts stürmen.

„Bist Du Okay“, eine Kollaboration mit Mark Forster, sowie einen weiteren Top-5-Hit mit Joker Bra und Leony namens „Paradise“, „Space Melody (Edward Artemyev)“ mit dem norwegisch-britischen Produzenten Alan Walker, „White Lies“ mit Tokio Hotel und auch „Dynamite“ mit Ilira bescheren VIZE europaweit Streaming- und Airplay- Hits und Award-Nominierungen. Was auffällt: Die Featuregäste und Styles können dabei nicht unterschiedlicher sein. Selbstgeschriebene Songs auf der einen, zeitge- mäße Coverversionen auf der anderen Seite, dazu Kollaborationen mit Pop-Größen und Rappern gleichermaßen. „Ich sehe VIZE nicht als meine Selbstverwirklichung als Künstler“, sagt Vitali. „Ich habe einfach nur ein gutes Gespür für Musik und denke mir oft: Warum eigentlich nicht?“

Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass VIZE im März gemeinsam mit ALOTT, einem mysteriösen Newcomer, nicht nur das Ende des Slap House verkünden, son- dern mit Prock House auch gleich noch ein neues Genre gründen: Ernstzunehmen- de, progressive Clubmusik mit rockigen Vibes und ohne Vocals. Und als ob das nicht schon genug wäre, veröffentlichen VIZE parallel dazu weiter einen Hit nach dem an- deren. Ende Mai 2021 premierten die beiden dann ihren neuen Song ‚Behind Blue Eyes’ mit Tokio Hotel, ein Remake von The Who aus 1971, live im Finale von Ger- many’s Next Topmodel. „In der Zukunft stehen weitere unerwartete Kollaborationen bevor“, so Johannes Vimalavong.

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August 6 @ 23:00
23:00 — 00:30 (1h 30′)